Jahresrückblick 2025

Der Januar war geprägt von Protest und Solidarität. Seit November 2024 sollen Fördermittel in der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Gleichstellungsarbeit massiv „gespart“ werden - mit gravierenden Auswirkungen für viele Menschen in Dresden. Solidarisch mit anderen Vereinen und Initiativen positionierte sich der Frauenförderwerk e. V. gegen den Kahlschlag im sozialen Bereich mit der klaren Forderung: Keine Kürzungen auf dem Rücken der „Schwächsten“!

Mit der Wahl zum 21. Bundestag ging das Jahr im Februar politisch ebenso spannend weiter, denn der zunehmende Rechtsruck war deutlich spürbar. Parallel dazu war der Frauenförderwerk e. V. mit der Reihe „Aktiv am Wochenende“ für Alleinerziehende unterwegs und organisierte verschiedene Wanderungen durch die Sächsische Schweiz.

Ein wichtiger Meilenstein folgte im März: Am 20. März öffnete das Familienzentrum Brücke feierlich seine Türen. Nach der zeremoniellen Eröffnung hatten Multiplikator*innen sowie Institutionen und Fördermittelgeber*innen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten zu erkunden. Anschließend waren Familien aus der Nachbarschaft eingeladen, das Familienzentrum kennenzulernen und an vielfältigen Mitmachangeboten teilzunehmen.

Auch im April blieb der Austausch lebendig. Trotz vorübergehender Schließung war es den Mitarbeiter*innen möglich, das BegegnungsKaffee weiterhin anzubieten und einen offenen Raum für Austausch, Miteinander und gemütliche Zeit für Alleinerziehende zu schaffen. Rund um die Osterfeiertage wurde gemeinsam Osterbrot gebacken und gespielt.

Im Mai rückte die fachliche Vernetzung in den Fokus. ALISA vertrat den Frauenförderwerk e. V. auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig. Der dreitägige Kongress widmete sich essenziellen Zukunftsfragen der Kinder- und Jugendhilfe und bot - auch durch die Beteiligung der Girls Day Akademie Dresden - wertvolle Möglichkeiten für Austausch und Vernetzung.

Engagement stand im Juni im Mittelpunkt. In den neuen Räumlichkeiten des Familienzentrums Brücke fand das 2. Ehrenamtstreffen 2025 statt. Eingeladen waren aktive und ehemalige Ehrenamtliche sowie Interessierte und Unterstützer*innen, um gemeinsam auf das zweite Halbjahr zu blicken, Ideen zu sammeln und Projekte weiterzudenken. Thematisch ging es unter anderem um die neue Ehrenamtspauschale, die Weiterführung von der Fach- und Anlaufstelle für Alleinerziehende Dresden, die Dampferfahrt und weitere Vorhaben. Gleichzeitig verabschiedete sich die Girls'Day Akademie Dresden von ihren Teilnehmerinnen.

Der Sommer brachte im Juli Bewegung und positive Nachrichten. Ende Juni begann der Umzug, Anfang Juli wechselte der Verein innerhalb der Strehlener Straße 12–14 von der 5. in die 3. Etage und ist nun über den Eingang der Hausnummer 14 erreichbar. Besonders erfreulich war zudem die Wiedereröffnung der Fach- und Anlaufstelle für Alleinerziehende in Dresden zum 1. Juli. Die Finanzierung ist bis Ende 2025 gesichert, eine Fortsetzung im Jahr 2026 ist geplant.

Dankbar blicken wir auf den August zurück. Mit dem Anmeldestart der Girls Day Akademie Dresden und dem Wanderwochenende für Alleinerziehende „Im Reich der Tafelberge“ wurden zwei besondere Highlights gesetzt. Mädchen konnten ihre Stärken entdecken und Gemeinschaft erleben, während Alleinerziehende in der Sächsischen Schweiz eine wohltuende Auszeit fanden.

Vielfalt und Begegnung prägten den September. Beim großen Gastmahl „Dresden is(s)t bunt“ zeigte sich erneut, wie offen und verbindend unsere Stadt ist. Ein besonderer Moment war zudem das Treffen der Stadtteilmütter aus Dresden und Berlin, die gemeinsam die Stadt erkundeten – voller Austausch, Inspiration und Verbundenheit. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen Dresden lud das Familienzentrum Brücke zu einem bunten Tag der offenen Tür mit zahlreichen Partnern aus dem Stadtteil ein.

Im Oktober standen Engagement und Nachhaltigkeit im Fokus. Die 5. Dresdner Ehrenamtsbörse im Neuen Rathaus bot eine zentrale Plattform, um sich über freiwilliges Engagement zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Kurz darauf fand im Familienzentrum Brücke der Tauschmarkt Tauschen & Plauschen statt - ein lebendiger Nachmittag mit Kleidung, Büchern, Spielen, Kaffee, Kuchen und vielen Gesprächen.

Der November war geprägt von intensiven Begegnungen und wichtigen gesellschaftlichen Themen. Die bereits 9. Alleinerziehenden Messe Dresden machte erneut sichtbar, wie vielfältig die Unterstützungsangebote für Alleinerziehende sind. Ergänzend boten die wöchentliche Themenabende der Fach- und Anlaufstelle Raum für Austausch und gegenseitige Stärkung. Mit den Mutterschaftswochen im Dresdner Kulturpalast unter dem Titel „Mutter sein – Familie im 21. Jahrhundert“ wurde ein breiter Blick auf Mutterschaft, Care-Arbeit und moderne Familienrealitäten eröffnet.

Zum Jahresende wurde es im Dezember besonders stimmungsvoll. Die weihnachtliche Dampferfahrt des Frauenförderwerk e. V. brachte Familien am 6. Dezember auf der Elbe zusammen. Am 11. Dezember sorgten Plätzchenbacken und Filmnachmittag im Familienzentrum Brücke für gemütliche Wintermomente. Abgerundet wurde der Monat durch das weihnachtliche Zusammenkommen der Stadtteilmütter - ein Abschluss voller Wärme, Austausch und Verbundenheit.

Das Jahr 2025 war geprägt von Bewegung, Austausch und dem gemeinsamen Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Viele Begegnungen haben gezeigt, wie viel Kraft in Vernetzung, Engagement und gegenseitiger Unterstützung liegt. Gerade in herausfordernden Zeiten bleibt es unser Anliegen, Familien, Alleinerziehende und Frauen zu stärken. Diese Erfahrungen nehmen wir mit und gestalten darauf aufbauend die kommenden Aufgaben.